jazz-rock + funk'n'soul aus hameln

Teil 2: 1999 – 2010

Vom tragischen Ende zu neuen musikalischen Zielen …

Geprägt ist die Band bis 1999 vor allem durch einen Mann, der ohne sich besonders viel zu bewegen allein durch seine Reibeisen-Stimme und sein imposantes Körpervolumen eine unglaubliche Bühnenpräsens erzeugt: Horst Werner. Er ist außerdem gleichzeitig der Bandgründer, der Sänger und Frontmann, Organisator und der, der stets die Fäden zusammen hält in einer Person. Im Sommer 99 bricht Horst dann gesundheitlich zusammen. Er möchte sich nichts anmerken lassen aber es geht ihm sehr schlecht. Ende 99 wird Horst ins Krankenhaus eingeliefert – er stirbt kurz darauf an Herzversagen. Kurz darauf, zum Jahreswechsel 2000, stirbt ebenso unerwartet der Posaunist Rolf Brüning bei einem Autounfall. Die Band fällt in ein großes Loch.

Foto: Horst Werner im Jahr 1998

Die Band trauert um Ihre Freunde, möchte jedoch nicht einfach alles hinwerfen oder einfach aufhören. OUT OF ORDER probt nun bald wieder – jetzt mit Markus Himler als Sänger. Markus spielte bis zu diesem Zeitpunkt vor allem Congas, Blues-Harp, akustische Gitarre und er sang mit Jens Horstmann und Marcus Emmel zusammen die Backround-Stimmen. Langsam wächst er in die Position als Sänger hinein. Die Band hat zwar zunächst kaum Auftritte – aber es geht weiter!

Durch die andere Stimme als Sänger, durch die Experimentierfreude der Band, durch den großen Bläsersatz und auch durch die Weiterentwicklung jedes einzelnen Musikers eröffneten sich bald neue musikalische Möglichkeiten und Ziele: Anstatt Blues-Rock und Rhythm’n-Blues spielt die Band nun immer mehr rockiges, manchmal auch Funk und Soul oder sogar auch Jazzmusik (bandintern auch Studentenmucke genannt). Hauptsache ist und bleibt jedoch: Es muss der Mehrheit der Band Spaß machen – und das tut es!

Ab 2006 ändert sich schließlich auch die Auftrittslage: anstatt vorher ein- oder zweimal pro Jahr zu spielen hat die Band nun sogar mehr Auftritte als zu den besten Zeiten in den ersten 11,1111 Jahren – nicht zuletzt durch Peter Burrack, der als neuer Basser gleichzeitig auch über hervorragende Kontakte bei Veranstaltern verfügt. Es wird ein Bariton-Saxophon gekauft und damit Stücke von Tower of Power gespielt, OOO geht online im WWW, alles entwickelt sich schneller und und etwas weniger chaotisch als in den Jahren zuvor.

1999 – Trauer …
In diesem Jahr stehen einige Auftritte an, u.a. die “Bad Tölz Tour 99″ mit dem legendären Auftritt beim “Froschwirt”. Die Band besucht damit Rolf, der aus beruflichen Gründen zum Bayern geworden ist.
Dann zum Jahresende: Sänger und Frontmann Horst Werner stirbt plötzlich und unerwartet an Herzversagen. Kurz darauf – Anfang 2000 – stirbt Posaunist Rolf Brüning ebenso unerwartet bei einem Autounfall.
Die Band fällt in ein tiefes Loch.

2000 -  Es geht weiter …
Wie sollte es ohne unseren Gründungsvater weitergehen? Sollte es überhaupt weitergehen? – Ja! Die Band hält zusammen und Markus Himler wächst langsam in die Position als Sänger hinein. Die Band hat zunächst kaum Auftritte – aber es geht weiter!

2002 – Mehr Funk und ein Adventskalender …
Die Band hat sich wieder etwas erholt und hat auch wieder einige Auftritte, u.a. ein Auftritt der zu einem sich jährlich wiederholenden Event entwickelt: OUT OF ORDER spielt zur Weihnachtszeit im Minchen. Die Titel sind hinter den Türen eines Advendskalenders verborgen.

Foto: OUT OF ORDER Dezember 2002

2003 – Thomas und Jens
Thomas Dorn, Gitarrist und Gründungsmitglied, wird passives Mitglied und sorgt (sehr überraschend für uns alle) bei einem Auftritt im Minchen in Bückeburg für einen würdigen Nachfolger: Jens Petersen (Gitarre) kommt dazu!
Die Band wächst mit Markus Himler als Frontmann weiter und verfolgt neue musikalische Ziele im Bereich Funk und Soul.

2005 – Posaune gefunden – Gitarre verloren …
Durch einen Auftritt mit einer anderen Band in Hamelns Sumpfblume wird ein Kontakt zu Hans-Ingolf Stamm (Posaune) hergestellt. Er schließt schon kurze Zeit später die Lücke im Gebläse.

Zu dieser Zeit hat die Band nur sehr wenige Auftritte. Jens Petersen, der sich musikalisch verändern möchte und von da an sein Hobby zum Beruf macht, verlässt die Band zum Ende des Jahres. Später wird er der Band noch zur Hilfe kommen: als Gitarrist und als Sänger!

2006 – OOO geht ins WWW …
Cesar dos reis (Saxophon) zieht aus beruflichen Gründen – und natürlich wegen Gabi – nach Süddeutschland, bleibt der Band aber treu uns spielt weiterhin bei sehr vielen Gigs mit. Danke Cesar! Peter Burack (Bass) kommt durch Markus Himstedt hinzu und Markus Emmel darf ab jetzt offiziell Gitarre spielen. Außerdem geht die Band in diesem Jahr endlich online im world wide web.

Foto: Offizielles Bandfoto aus dem Jahr 2007

2007 – Rudolf mit der Roten Nase
Alexander Behrens (Saxophon) wird von Ingolf mit zur Probe gebracht und ist seitdem ein festes Mitglied der Brass-Section. Die Band spielt in dem Jahr mehr Gigs als in Summe in den 3 Jahren zuvor! Im letzten Quartal des Jahres kommt noch über Peter die Anfrage rein, spontan bei der Benefitz-Weihnachts-CD für “Kinder in Not” mitzuwirken. “Rudolf” wird zusammen mit Fürst Alexander am Piano im Studio eingespielt und das Ganze wird zu einer riesigen, lustigen und sehr erfolgreichen Aktion!

2008 – Mehr Auftritte als je zuvor…
Markus Emmel verlässt die Band aus persönlichen Gründen. Peter Burack bringt schließlich Oliver Schreiber (Gitarre) mit zur Probe, der sofort Feuer und Flamme ist. In dieser Besetzung hat die Band nun mehr Auftritte als je zuvor, viel Spass auf der Bühne und wieder eine stetig wachsende Fan-Gemeinde.

Foto: Die Band am Tisch im Probenraum – Gesprächsthema: Suche nach einem neuen Sänger!

2009 – Eine tolle Party
Nach fast 10 Jahren mit Markus am Gesang trennt sich die Band von Ihrem Sänger – keine leichte Entscheidung. Trotzdem gibt es viel zu tun – an Auftrittsmöglichkeiten mangelt es OUT OF ORDER nicht. Der erste Gig – eine tolle Party bei Jochen und Britta – ist dann wie ein Befreiungsschlag für die Band. Jens Petersen, der einst als Gitarrist selbst festes Bandmitglied war, springt in diesem Jahr als Sänger ein. Alle haben riesigen Spaß auf der Bühne mit ihm. Danke Jens!

2010 – Die Zukunft kann kommen

Nachdem wir bereits in 2009 intensiv mit der Suche nach einem neuen Sänger begonnen hatten, wurden wir Anfang 2010 schließlich fündig. Durch kräftiges Rühren der Werbetrommel kam der Kontakt zu Rouven Tyler zustande. Er überzeugte durch seine Persönlichkeit und eine Mörder-Stimme. Seine Feuertaufe bestand er letztendlich auf der Känguruh-Jamsession in Bückeburg, wo er das Publikum förmlich von den Hockern fegte. Die nächste Dekade kann kommen!

Foto: Rouven Tyler: unser jüngstes Familienmitglied

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